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Deutscher Einheitsfeiertag in Spanien

Fotos oben von links nach rechts und oben nach unten:

1) Konsul Peter Eck bei seiner Rede mit Übersetzerin Gloria - 2) Im botanischen Garten von Alamo bei bestem Fingerfood gaben sich auch die Ehre, von links nach rechts: Prinzessin Marie Luise von Preußen, Graf Rudi von Schönburg, Vanesa Diez Barriuso, Direktorin des Museums Jorge Rando in Málaga, Autorin Dr. Gabriele Hefele („Andalusien ist anders“) - 3)

Konsul Peter Eck, Konsulatsangestellte Gloria und Dr.-Ing. Reinhard Hefele

 Einerseits noch verbesserungswürdige Einheit, andererseits Seperatismusbestrebungen

 

 Der  Empfang des deutschen Konsulats in Málaga zum 3. Oktober 2017, wurde zum letzten Mal von Konsul Peter Eck vor seiner Pensionierung im kommenden Juni veranstaltet. Dazu fanden sich Kollegen anderer Konsultate und Botschaften, Vertreter des Militärs, der Polizei, der Presse, der Kirchen, der Wohltätigkeitsvereine und allgemein Personen des öffentlichen Lebens ein.

Bürgermeister Torres von Málaga hatte die Bedeutung deutscher Firmen und Niederlassungen in Málaga betont, die wieder vermehrt zu beobachten seien, besonders auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien.

 In seiner Rede betonte Konsul Eck die Einheit und das Zusammenwachsen von Ost und West in Deutschland, was diesem einmaligen Prozess ausgerechnet zwei Tage nach den Referendumsereignissen in Katalonien eine besondere Note verlieh. Konsul Eck wies aber auch auf das bedeutende 500jährige Martin-Luther-Jubiläum hin, der Geburtsstunde des Protestantismus.

Anmerkungen zur Rede des Konsuls

Doch steht nicht gerade der gefeierte Martin Luther nicht nur für eine Spaltung der Kirchen, sondern auch Deutschlands in einen protestantischen Norden und einen katholischen Süden? Und die deutschen Tugenden wie

Fleiss, Verläßlichkeit, Pünktlichkeit, auch Hartnäckigkeit, die Peter Eck dem Protestantismus zuschreibt, gelten allgemein mehr als "preußische Tugenden", wenn auch auf Lutheranismus fußend.

Allgemein war auch der Schatten des katalanischen Referendums bei dieser Veranstaltung zu spüren. Übrigens wurde als Cava "Freixenet" ausgeschenkt. Auf meine "süffisante" Frage wurde mir versichert, dass der Besitzer von Freixenet kein Independista ist, da ja international tätig! Das nur als Fußnote. 

Gabriele


Den letzten beißen die Hunde

Wo Licht ist, ist auch Schatten. Dies scheint auch auf  die Gemeinde Estepona zuzutreffen, die sonst so positiv von sich reden macht und sich "Garten der Costa del Sol" in der Touristenwerbung nennt.

 

Eine Straße, die hauptsächlich durch die schweren LKWs der Promotoren im Bauwahn des letzten Jahrzehnts ruiniert wurde, soll nun saniert werden. Die gierigen Promotoren sind längst verschwunden, ihre Bauruinen stehen meist leer, aber nun hält sich die Gemeinde, die wie jede der Gemeinden der Costa del Sol noch am Ausgleichen des leeren Finanzsäckels ihrer Vorgänger ist, an die jetzigen circa 200 Anwohner.

Jeder von ihnen soll circa 45.000 (!) Euro beitragen zur Renovierung und Verschönerung ihrer Straße. Dabei handelt es sich um lang ansässige Residenten, die ihre Lizenz haben, die aber nun meist Rentner sind und jeden Euro umdrehen müssen wie etwa der seit 40 Jahren hier lebende Schweizer Enzio C., der auch gut integriert ist.

Verzweifelte Eigentümer

Es ist ein schwieriger Fall, da es auf diesem Gebiet auch zu drei Waldbränden kam, die zum Beispiel Transformatoren zerstörten. Dass hier schon länger etwas getan hätte werden müssen, war jedem, auch der sozialisten Vorgängerregierung der Gemeinde, klar. Jetzt kommt es zu etlichen Protesten der Anwohner, besonders derjenigen, die noch nicht so lange dort wohnen. Ein Ombudsmann in Madrid wurde von ihnen angeschrieben, so die englische Olive Press, aber keine Reaktion bisher von ihm.

Die Gemeinde versucht durch eine eigens für dieses Problem abgestellte Stadträtin und langjährige internationale Residentin zur befriedigenden Lösung für beide Seiten zu kommen, bietet Ratenzahlung an, während Banken leider wieder einmal kein Verständnis zeigen. Und von anderen in Luxusurbanisationen können sich die Betroffenen anhören: "Wer sich eben die Costa del Sol nicht leisten kann, soll verkaufen und gehen!"


Das Jahr 2018 hatte es in sich!

Regierungswechsel -

zuerst in ganz Spanien und jetzt in Andalusien

 

Nach 40 Jahren durchgehendem Sozialismus, was Andalusien aber nicht vom letzten Wirtschafts-platz in Spanien weg brachte, unter anderem Korruption zementierte, die höchste Arbeitslosigkeit produzierte, kam es nun endlich zu einem Wechsel in der Landesregierung aufgrund der zusammengerechneten Ergebnisse der PP (Partitido popular,- 26 Sitze), der stark gewordenen Ciudadanos (17 Sitze) und der problematischen rechtsextremen VOX (12 Sitze), obwohl die PSOE mit Verlusten von 14 Sitzen immer noch an erster Stelle stand mit 33 Sitzen.

Nun muss diese Koalition beweisen, dass sie  alte Strukturen aufbrechen und Andalusien nach vorne bringen kann. Leuchtendes Beispiel ist da "Spaniens bester Bürgermeister", José Maria García Urbano in Estepona- im Foto oben rechts bei einer Wahlveranstaltung. Er holte für sich und seine PP vor Ort ein deutliches Ergebnis vor Ciudadanos und verwies die PSOE, die ihm vor Jahren einen Berg Schulden hinterlassen hatte, auf den 3. PLatz.

 

Kommentar:  Ein Wechsel in der Politik ist immer gut und wahrhaft demokratisch. Umgekehrt galt und gilt das auch in der Madrider Hauptregierung für Spanien, wo wiederum die PSOE mit Sanchez die PP mit Rajoy ablöste.

Von Deutschland reden wir dieses Mal nicht.


Spanien- ¿Vor der Wahl ist nach der Wahl?

Gabriele Hefele

21.12.2015

Hurra!

 

Endlich ist Spanien weg vom Zwei-Parteiensystem! Das ist nur gut so, wenn den etablierten zum Teil ziemlich korruptionsverseuchten Großparteien endlich herbe Verluste beigebracht - und gewaltige Denkzettel verabreicht wurden! Unabhängig von den Parteiprogrammen bedeutet das mehr Demokratie und frischen Wind im Parlament.

 

 

 

WAS NUN SPANIEN?

Auweh!

 

Die Ergebnisse mit:

  • 123 Sitzen für die PP
  • 90 für die PSOE
  • 69 für die Podemos
  • 40 Ciudadanos

erbringen aber weder für eine konservative (PP+Ciudadanos) noch für eine linke (PSOE + Podemos) Koalition eine Mehrheit der notwendigen 176 Sitze.


Neuwahlen?

Nach dem Motto: Liebe Spanier, das war wohl nichts, also das Ganze von vorne im Frühjahr? Nachdem der regierende Rajoy vor Schiss fieserweise diese Wahl in die Weihnachts- und Urlaubswoche legte? Aber was das kosten würde bei dem maroden Spanien - entgegen der Meldungen eines Wachstums ( Wachstum für wen eigentlich?)

 

Große Koalition?

Die Zeitung "El Mundo" spricht schon von einer Variation "al alemana", nach deutschem Vorbild. Ja, um Gottes willen - das bedeutete ja Korruption². Geht gar nicht! Überhaupt sieht man ja auch am deutschen "Vorbild", dass Große Koalitionen nur mehr Streit und leider den Verlust einer potenten Opposition bringen.

 

Mehrparteienzusammenschluss?

Alle vier oben genannten Parteien zusammen? Joder (pardon!)! Wie in Marbella etwa, wo sie es nicht mal fertig bringen, in dem Luxusort die paar Kröten zur Unterstützung der Tafel für Bedürftige zusammenzubringen (ja, gibts eben auch dort jede Menge, wofür man sich dann schämt)?!

 

Minderheitenregierung?

Rajoy hatte vor der Wahl versprochen, dass er bei Verlust der absoluten Mehrheit nicht mehr Ministerpräsident sein wolle. Leider weiß er nach der Wahl, wie so üblich bei Politikern, nichts mehr von diesem Versprechen und will  auf Biegen und Brechen an der Macht bleiben.

Und nochmals Rajoy?

Der zwar in Brüssel und bei Schäuble angesehen ist, aber bekloppte bürger- und residentenfeindliche Gesetze machte - zugunsten der Banken wieder mal wie bekannt. Der seine Bürger, wenn sie 2mal Hypothekenzahlungen ihrer Wohnungen schuldig bleiben, obdachlos macht, von der Arbeitslosigkeit ganz zu schweigen. Der Sozialleistungen kürzt und zugunsten der Hotellobby Leute mit Ferienwohnungsvermietung schikaniert durch sinnlose bautechnische Auflagen wie Air condition(!), der erneuerbare Energien torpedierte durch Lobby-Gesetze für die großen Energiekonzerne. Braucht es noch mehr?


 

Zuschrift dazu am 29.12.2015 von Helga Niestroj, Journalistin aus Hamburg:

 

"Die Wahlanalyse habe ich gelesen, ich finde sie sehr gut, weil sie einen doch auf verschiedene Gedanken bringt. Ist es nicht fast überall das gleiche Problem? Die Entscheidungsebenen sind oft Leute, die von der Sache keine Ahnung haben, sind nur dort, weil sie jemanden kennen? Die Ausführenden trauen sich nicht, den Mund aufzumachen, weil sie Angst um ihren Arbeitsplatz haben und die ganz oben sind froh, wenn halbwegs Frieden im Land herrscht und ihre Ruhe haben? Und andererseits: Wenn man die Leute über alles abstimmen lässt, kommt auch nicht immer was Gescheites heraus. Alles in allem: der demokratische und sehr steinige Weg ist - scheint mir - schon der Richtige, die Leute herauszufordern, ihre Meinung offen und ehrlich zu sagen und dann aber auch was von ihnen zu verlangen."


Nach der Wahl in Portugal 2015

Es bleibt spannend - nach den Wahlen 2015 in Portugal. Unsere Korrespondentin von der Algarve, Sabine Kranich aus Moncarapacho, hat exklusiv für ONLINEMAGAZIN SPANIEN diesen Ausblick verfasst:

 

Zunächst die einzelnen Ergebnisse:

  • Das konservative Parteien-Bündnis PSD und CSD/PP = PaF („Portugal a frente“ oder Portugal vorwärts) hat wieder die meisten Stimmen bekommen mit 36,8 %, hat aber keine Mehrheit mehr und erzielte überhaupt das zweitschlechteste Resultat in ihrer Geschichte. Sie haben damit 104 Abgeordnete.
  • Die PS (die Sozialisten) kam auf 32,4 % der Stimmen und damit 85 Abgeordnete.
  • Eine Überraschung war der Aufstieg des linken Blocks BE (Bloco Esquerda), der mit 10,22 % der Stimmen und somit 19 Abgeordneten sein Ergebnis seit der letzten Wahl 2011 fast verdoppeln konnte.
  • Die CDU (die Grünen und Kommunisten) hat ein gutes Wahlergebnis mit 8,3 % und 17 Abgeordneten.
  • Die neue Partei PAN („Pessoas, Animais, Natureza“ oder Menschen, Tiere und Natur) ist mit einem Abgeordneten ins Parlament  gekommen. Übrigens gibt es seit letztem Jahr ein verschärftes Tierschutzgesetz mit hohen Strafen bei Zuwiderhandlung in Portugal, das Haustiere betrifft und damit aber leider keine Pferde.

 


Archiv der letzten Residentenkurier-Magazine

 

Frühling 2015

im Inhalt unter anderem:

 

  • Mythos Semana Santa
  • Europas neues und nun größtes Orchideenhaus in Estepona
  • Restaurierung der Casa Pilatos in Sevilla
  • Neue Weine in Andalusien
  • Ostern im Algarve
  • Gartenarbeit und Gesundheit
  • Energiesparende Swimmingpools
  • Der Fluss Ter

 

 

Winterquartal 2015

im Inhalt:


  • Die Geier von Rio Genal
  • Pferdeland Andalusien
  • Der portugiesisiche Jakobsweeg
  • Flamencokleider-Kauf in Jerez
  • Sockelleistenheizung


 

 

 

 

 

Das Herbst-Magazin 2014

im Inhalt:


  • 25 Jahre Mauerfall
  • neuer deutscher Konsul in Málaga
  • Hundeparks und Hundestrände
  • moderne technisch Bauwerke und Denkmäler in Spanien
  • Ausflug nach Castro Marim/Algarve
  • Die neue Generation der Solaranlagen

 

 

 

Das Sommer-Magazin 2014

im Inhalt:

 

  • Die 10 Gebote bei Brandgefahr
  • Die einmaligen fliegenden Fische
  • Puerto de La Duquesa
  • Valencia, eine bezaubernde Stadt
  • Honorarkonsulat in Jerez
  • Mountainbikezentrum Alcornocales
  • Deutsche Qualitätsstandards für Spanien