Sie steht nicht von ungefähr bei meinem jüngsten Buch "Frauen zwischen Welten" an erster Stelle als Auswanderin seit 1987 an der Costa del Sol, die für viele weitere Neuankömmlinge zu so etwas wie eine "Mutter der Kompanie" wurde. In meinem Kapitel über sie heißt es:
"Die Schweizerin und Ex-Hoteliere Elisabeth Costa ist mit ihrer Finca Siesta weit über die Costa del Sol hinaus bekannt, sie hat immer ein offenes Ohr für die Sorgen von Mensch und Tier. Sie ist die liebenswert chaotischste Person, die man sich vorstellen kann, mit einem großen Herzen, hilfsbereit und großzügig: Kaum zu zählen, wie vielen Menschen sie beim schwierigen Neustart in Spanien unter die Arme gegriffen hat, für wie viele sie einfach eine Flasche Rotwein öffnete und sich die Sorgen geduldig anhörte. ...Und so sah sie sich selbst: "Zu meinem arbeitsreichen oft turbulenten Leben sei gesagt, dass alles in einer gewissen Regelmäßigkeit liegt. Kraft schöpfe ich täglich aufs neue, wenn ich sehe, dass es meiner Familie und meinen Tieren gut geht. Bei 17 Pferden und 10 Hunden ist das tägliche Tempo so hoch, dass ein Tag wie der andere vorüber fliegt und mir keine Zeit bleibt, Müdigkeit zu zeigen".
Sie wurde 81 Jahre alt und musste in den letzten Monaten an einer unheilbaren Krankheit leiden. Am Ende ging sie auf der geliebten Finca im Kreis ihrer Familie. Elisabeth Costa war eine Vorbildfrau, die immer Träume hatte, aber auch viele ihrer Träume verwirklichte.
Frühjahr2023
Im April jährte sich der Todestag von Pablo Picasso zum 50. Male.
Klar, dass besonders sein Geburtsort Málaga dies groß feiert, der ja nicht nur den Flughafen nach ihm benannte, sondern ein schönes Picasso-Museum an seinem Geburtshaus einrichtete. Ansonsten, das muss man ja ehrlich sagen, lebte Pablo Picasso den Hauptanteil seines Lebens in Südfrankreich, im Exil von Francos Spanien.
Ich selbst, das gestehe ich, mag von den spanischen Malern Dali und vor allem Miró lieber, von Picasso noch seine Frühwerke besonders um die Jahrhundertwende um 1900, als man noch mehr von und in seinen Bildern erkennen konnte.
Danach bin ich kein Fan seiner zerstückelten Frauenporträts, sie zeigen instinktiv, was dieser für mich typische andalusische Macho für ein Bild von Frauen hatte, an denen er auch keinen geringen Verschleiß hatte. - Okay, geschenkt nähme ich so ein teures Werk schon, klar, und Guernica und ähnliche seiner Anti-Kriegsbilder gehen nciht nur mir unter die Haut und sind große Kunst, die für immer (leider auch) aktuell bleiben wird.
Auch seine oft schnell dahin gekritzelten vielen Stierbilder in allen Variationen gefallen mir, dienten sie doch auch auf Servietten als Bezahlersatz! Denn ein Marketinggenie war der Vielschaffer schon zu seinen Lebzeiten.
Ein Besuch im Picasso-Museum in Málaga, inzwischen überhaupt berühmt für seine qualitätsvolle Mu-eumslandschaft, lohnt sich allemal- auch der renovierten romanischen Ausgrabungen im Untergeschoss des Hauses wegen.
Nach einem Jahr Zwangspause wegen Covid19 fand nun 2021 der Empfang des deutschen Konsulats zum Tag der deutschen Einheit statt. Dort treffen sich wichtige Vertreter deutscher und spanischer Residenten im malerischen Ambiente der Hacienda del Alamo oberhalb Málagas.
Bei Konsul Arnulf Braun gab es einen Videorückblick zur Geschichte beider deutscher Teile, umrahmt von musikalischen Aufführungen von Schülerinnen der Deutschen Schule und ergänzt von Reden des Konsuls, eines spanischen Regierungsverteters aus Madrid (zum ersten Mal erlebten wir diese Ehre), der Bürgermeisterin aus Passau, der Partnerstadt Málagas und den launigen Einlassungen von Málagas Bürgermeister de la Torre.
Fotos (Reinhard Hefele) oben von links nach rechts: Konsul Braun mit den Musikerinnen der Deutschen Schule Málaga, wie sie ja jetzt heißt und nicht mehr Marbella (nach den großen Korruptionsskandalen und Imageproblemen Marbellas), wie Bürgermeister de la Torre deutlich bemerkte -Anna Prinz, die deutsche Botschafterin in Schweden, Olga P. vom Germa-nisten-Forum der Universität Sevilla und Dr. Gabriele Hefele, Autorin und Chefredakteurin dieses Onlinemagazins. - Die Bürgermeisterin aus Passau bei ihrer Grußadresse, übersetzt von Patricia Nuñez, die zusammenfasste und erwähnte, dass man in Spanien besser Covid 19 und nicht Corona sagt, um Missverständnisse mit den Reyes zu vermeiden.
Wir haben mit Arnulf Braun einen sympathischen neuen Konsul seit mehr als einem Jahr, der auch moderne neue Wege beschreitet: Nicht nur, dass er das Konsulat in Málaga frisch ausrüstete mit freundlichen hellen Möbeln - sehr angenehm bemerkt neulich beim Beantragen eines neuen Passes - , er gestaltete auch den jährlichen Empfang zum deutschen Feiertag, dem 3. Oktober, mit neuen Ideen. So gab es eine Videowand mit Rückblicken zur einzigen deutschen erfolgreichen Revolution und den jetzt 30 anschließenden Jahren des Weges zur Einheit, sondern auch die deutsche Hymne gesungen von Schülerinnen der Deutschen Schule.
Die Videowand tat anschließend auch ihren guten Dienst beim eigenen Film der Jugendlichen bei ihrem Schulbesuch in Berlin und nicht zuletzt bei der Hommage an die SURdeutsche Ausgabe, die Übersetzungszeitung der SUR für Deutsche, die 15jähriges Jubiläum feiert dieses Jahr.
Fotos von links nach rechts: Am Rednerpult Konsul Arnulf Braun bei seiner Begrüßung, links von ihm Málagas Bürgermeister de la Torre vor seiner begeisterten Rede und im Vordergrund die Elevinnen der Deutschen Schule beim Singen der deutschen Hymne (3. Strophe natürlich!).
Im rechten Foto Konsul und Bürgermeister mit der Bürgermeisterin von Passau (im gelben Kleid) mit den treuen Gästen der deutsch-spanischen Gesellschaft aus Passau, denn Passau ist eine der wichtigen Partnerstädte Málagas.
Die vorgezogene Wahl vom 23. Juli ergab zwar mit der PP einen Wahlsieger der meisten Stimmen, zum Glück erhielt die rechte VOX weniger als vorhergesagt. Da Sanchez` PSOE gleich viel Stimmen wie beim letzten Mal erreichte, könnte er die linken Restparteien um sich sammeln und weiter regieren.
Unter uns: Was hat Kontrahent Feijoo eigentlich bisher geleistet für Spanien? Und während uns Sanchez durch mindestens 2 zwei
Großkrisen ( Covid 19 und Ukrainekrieg) bisher gut durch brachte, gilt er wohl als "Prophet im eigenen Land" weniger als in Deutschland, dass seine Ergebnisse bewundert, weil es schlechter
da steht!
Stand 17. November 2023: Nach erwarteten zwei gescheiterten Anlaufen von Feijoo und der PP, eine Regierung zu bilden, wurde Pedro Sanchez von König Felipe zu einer Regierungsbildung beauftragt. Mithilfe der katalanischen und baskischen Stimmen erhielt er eine Mehrheit von 7 Stimmen und kann nun seine 3. Amtszeit antreten mit einem Kabinett, bei dem die Frauen-Ministerinnen die Mehrheit bilden.
Fotos oben von links nach rechts und oben nach unten:
1) Konsul Peter Eck bei seiner Rede mit Übersetzerin Gloria - 2) Im botanischen Garten von Alamo bei bestem Fingerfood gaben sich auch die Ehre, von links nach rechts: Prinzessin Marie Luise von Preußen, Graf Rudi von Schönburg, Vanesa Diez Barriuso, Direktorin des Museums Jorge Rando in Málaga, Autorin Dr. Gabriele Hefele („Andalusien ist anders“) - 3)
Konsul Peter Eck, Konsulatsangestellte Gloria und Dr.-Ing. Reinhard Hefele
Einerseits noch verbesserungswürdige Einheit, andererseits Seperatismusbestrebungen
Der Empfang des deutschen Konsulats in Málaga zum 3. Oktober 2017, wurde zum letzten Mal von Konsul Peter Eck vor seiner Pensionierung im kommenden Juni veranstaltet. Dazu fanden sich Kollegen anderer Konsultate und Botschaften, Vertreter des Militärs, der Polizei, der Presse, der Kirchen, der Wohltätigkeitsvereine und allgemein Personen des öffentlichen Lebens ein.
Bürgermeister Torres von Málaga hatte die Bedeutung deutscher Firmen und Niederlassungen in Málaga betont, die wieder vermehrt zu beobachten seien, besonders auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien.
In seiner Rede betonte Konsul Eck die Einheit und das Zusammenwachsen von Ost und West in Deutschland, was diesem einmaligen Prozess ausgerechnet zwei Tage nach den Referendumsereignissen in Katalonien eine besondere Note verlieh. Konsul Eck wies aber auch auf das bedeutende 500jährige Martin-Luther-Jubiläum hin, der Geburtsstunde des Protestantismus.
Anmerkungen zur Rede des Konsuls
Doch steht nicht gerade der gefeierte Martin Luther nicht nur für eine Spaltung der Kirchen, sondern auch Deutschlands in einen protestantischen Norden und einen katholischen Süden? Und die deutschen Tugenden wie
Fleiss, Verläßlichkeit, Pünktlichkeit, auch Hartnäckigkeit, die Peter Eck dem Protestantismus zuschreibt, gelten allgemein mehr als "preußische Tugenden", wenn auch auf Lutheranismus fußend.
Allgemein war auch der Schatten des katalanischen Referendums bei dieser Veranstaltung zu spüren. Übrigens wurde als Cava "Freixenet" ausgeschenkt. Auf meine "süffisante" Frage wurde mir versichert, dass der Besitzer von Freixenet kein Independista ist, da ja international tätig! Das nur als Fußnote.
Gabriele Hefele
Im schönen, typisch südlichen, Ambiente von Casa Simba, Estepona, fand eine humorvolle Lesung von Gabriele Hefele statt mit dem bezeichnenden Titel: "ODER MAN ZIEHT NACH ANDALUSIEN UND IST GLÜCKLICH", mit Beiträgen ebenso von Gastgeberin Evi Weyhe.
Konsul Arnulf Braun aus Málaga kam gerne, um nicht zuletzt einen Teil seiner "Klientel", Residenten in Andalusien, persönlich kennenzulernen bei der Gelegenheit. Er hielt eine launige Begrüßungsrede, blieb auch nach der Lesung, die die vorwiegend weibliche Zuhörerschaft erheiterte, zu vielen direkten Gesprächen bei Wein und Tapas.
Die Veranstaltung fand einen stimmungsvollen Ausklang mit Gitarre- und Gesangseinlagen von Puri, die in und außerhalb Esteponas als Interpretin spanischen, aber auch schwäbischen (!) Volksgutes bekannt ist und Gäste zu Tanzeinlagen animierte.
Fotos: Wilfried Zeckai
Wir fast (gefühlten) privilegierten Landbewohner tragen außerhalb der Finca brav unsere Masken, meiden Groß- und größere Städte der Costa del Sol als Beispiel wie Málaga, Marbella und Estepona, Menschenansammlungen, Partys, Discos in unserem Alter sowieso und vermissen, da nicht in der Tourismusbranche tätig, nicht diesen Pulk der Reisenden in unschönen kurzen Hosen und dergleichen, auch wenige unserer so genannten Freunde, bei denen es sowieso nur zu Smalltalk kam, ehrlich gesagt.
Keine heile Welt in diesen Zeiten:
Erst gab es seit 14. März für zwei Wochen strikte Ausgangssperre - s. "Aktuelles" - , und nun wurde es nicht nur verlängert .sondern auch noch verschärft: Jetzt gehen alle nichtsystemrelevanten Firmen in 'Winterschlaf' für 2 Wochen. Die Maßnahmen der spanischen Regierung, die aus der Höllenangst vor italienischen Verhältnissen entsteht, finde ich konsequent: Besonders diese Woche bis 3.April wird entscheidend.
Wir halten gut durch: Unsere Firma EQUIDEAS kann viel online erledigen, hat keine hohen Fixkosten. Machen wir halt Osterferien! Und nun erledigen die meisten von uns Residenten - wobei ich übrigens kaum Hamsterkäufe beobachten kann:
- liegengebliebene Arbeiten von Aufräumen, Putzen bis Steuerunterlagen bearbeiten
- oder ungeahnte Talente an sich zu entdecken wie neue Hobbies oder alte wiederaufleben lassen
- und natürlich notgedrungen Arbeiten zu verrichten, für die man vorher außer Haus ging wie Frisur"bearbeitungen".
- Solidarität wird wieder groß geschrieben, das reicht von Geldspenden bis zum fantasievollen Nähen von Atemmasken und vor allem Einkäufe erledigen für Risikogruppen.
Die nächsten Wellen des Covid19-Virus sind nun längst angeschwappt - vor allem bei uns in Spanien? Die reinen Zahlen sind zumindest ernüchternd, wenn nicht gar beängstigend.
Das Schlimme aber gegenüber anderen Ländern meistens: Die Sanchezregierung hat im ersten totalen Lockdown ihre Erfolge erzielt, wird aber unschön angegriffen von der PP, die ihr eigenes Süppchen verfolgt, kurz Regierung und Opposition ziehen leider nicht am selben Strang.
Für Reisen und Quarantänebestimmungen empfehlen sich die Informationen der jeweiligen Konsulate. Für Deutschland hier: [email protected], die einen guten Job machen und auf dem neuesten Stand sind!
Ich muss gestehen: Ich fühle mich in diesen Zeiten privilegiert durch unser Leben auf dem Lande: auf unserer 3,5 Hektar großen Finca mit allen möglichen Tieren fühlen wir uns nicht eingesperrt, konnten von Anfang an rauf und runter spazierengehen, Sportprogramm machen etcetera. Das Essen ließen wir uns zu einem Großteil von einem unserer Lieblingsventas liefern, die Ernte der Nisperos fiel darein mit Folgen von Marmeladekochen, alles blühte rundherum. In selten Anfällen habe ich die Bekannten in ihren sogenannten Marbella-Luxus-Appartements da direkt bemitleidet: die konnten zwar auf ihren Golfplatz gucken, aber ihn nicht nutzen.
Okay, ein Nachteil sei auch nicht verschwiegen: die Wildschweine, die sich nächtelang auf unserem Gelände suhlten und dieses zum Teil "umgegraben" haben, da es ja so ruhig wurde hier bei uns in dieser Umgebung.
Ein Hoch auf die Social Medias
Ehrlich gesagt, habe ich wenige unserer privaten Kontakte vermisst (bei einigen war ich sogar froh, dass sie uns nicht auf die Pelle rücken konnten!), die Facebook-, Instagramm- und WhatsApp-Nutzung ließ fast keine Informationslücken zu. Zitat meines Mannes: "Selten erlebte ich eine Krise so entspannt". Schließlich hatten wir schon seit unserem Leben hier in Spanien Nine-eleven und die Weltwirtschaftskrise hinter uns gebracht. Gatte hatte ja schon weit vorher seine technischen Beratungen auf Computer und digitale Fernbetreuung umgestellt, da verstärkte sich das nur.
Meine Güte, was für eine Aufregung, Entrüstung über die 220 Millionen Ablöse für Fußballstar Neymar, die er selbst pfiffigerweise in Form von 300 Millionen vom Scheich aus Katar als "Honorar" bekam, um sich vom FC Barcelona selbst auszulösen.
Ich oute mich mal: Mir ist es herzlich wurscht, was einer verdient oder besser: einnimmt. Meine Argumente:
Gabriele Hefele
Dieses Weihnachten wollte ich mir endlich Schlittschuhe schenken! Okay, ich lebe an der mit Recht so bezeichneten Costa del Sol, aber in den letzten Jahren gab es im Umkreis zwischen 8 und 18 Kilometern vor allem über die Weihnachts- und Neujahrsfeiertage immer so regional und zeitlich begrenzte Eisflächen beziehungsweise auch Flächen mit einem besonderen Kunststoffbelag, auf dem man diesen Sport ausüben konnte. Ich wollte dies endlich auch mal verwirklichen - mit meiner Erfahrung auf diesem Gebiet seit meiner Kindheit (allerdings nicht ausgeübt seit Jahren)! - und bestellte mir, meiner Meinung nach rechtzeitig, am Black Friday so ein wahrlich günstiges Paar Schlittschuhe bei einem bekannten internationalen Sportzubehöranbieter.
Vorausgeschickt sei noch, dass ich keine Online-Anfängerin bin, aber beim Kauf per PC mich bisher auf Flüge- und Mietauto-Buchen beschränkte. Nein, halt, ich hatte zweimal gute Erfahrungen gemacht mit großen Elektrogeräten, online bestellt, geliefert und hingestellt sowie das alte Gerät auch noch mitgenommen von Corte Ingles - muss ich hier unbezahlterweise aber überzeugt namentlich erwähnen.
Online-KLeidung macht mir keinen Spaß
Allerdings bin ich sonst keine Käuferin von online-Kleidung oder Schuhen, dafür liebe ich zu sehr das direkte Shoppen hier in unseren regionalen Boutiquen und Kaufhäusern, weil ich doch sofort vergleichen, anprobieren, und mitnehmen will. Das macht viel zu sehr Spaß, besonders wenn verbunden mit Treffen mit Freundinnen und gemeinsamen Tapasbarbesuchen. Wo ist das kommunikative Erlebnis beim Bildschirmscrollen von Kleidung, die man nicht anfassen kann? Außerdem wie umständlich, auf den Transport zu warten, Verpackungsmüll zu produzieren, eventuell umtauschen zu müssen, wieder auf den Transportista zu warten, ach ne - darin sehe ich keinen Sinn für mich persönlich.
Womit wir bei der Transportfrage wären, besonders, wenn man auf dem Land wohnt wie ich. Denn jetzt kommen wir zu der eigentlichen Story hinter den Schlittschuhen. Da hier an der Küste weit und breit keine direkt in einem Sportladen aufzutreiben waren, musste ich zum ersten Mal also Schuhe online bei XY bestellen. In Größe 40, das füllte ich ordentlich und direkt aus. Danach aber hatte ich es mit meiner Meinung nach einem vorsintflutlichen Online-Formular zu tun, das auf seinen Vorgaben bestand, also nur strikt Straße, Hausnummer und Ort als Adresse vorsah. Damit findet man uns aber nicht, denn es fehlt dann der Name der Finca - Straßennummern gibt es schon gar nicht, und das Formular ließ auch nicht den genauen Ortsteil oder Urbanisation zu. Normalerweise sind auch unabdingbar die Kilometerangabe der Carretera. Anders als bei Corte Ingles, wo ich das alles hineinschreiben konnte, war dies da nicht vorgesehen!
Fazit: Die Schlittschuhe selbst gefallen mir sehr gut - siehe die 2 Fotos oben, waren sogar inklusive Kufenschoner. Aber ich weiß, warum ich direktes Kaufen im Einzelhandel nach wie vor vorziehe!
p.s. Tragische Schlusspointe: Inzwischen waren ja auch die stressigen Feiertage sehr nahe gerückt, aber viel schlimmer noch: Anders als die Jahre zuvor haben in dieser Saison weder der Nachbarort links noch der rechts gelegene eine Schlittschuhbahn angelegt - wohl zum Energiesparen angesichts des Klimawandels, was ja sehr löblich ist. Nun werden die mühsam ergatterten schönen Schlittschuhe also erstmal eingemottet...
Wo Licht ist, ist auch Schatten. Dies scheint auch auf die Gemeinde Estepona zuzutreffen, die sonst so positiv von sich reden macht und sich "Garten der Costa del Sol" in der Touristenwerbung nennt.
Eine Straße, die hauptsächlich durch die schweren LKWs der Promotoren im Bauwahn des letzten Jahrzehnts ruiniert wurde, soll nun saniert werden. Die gierigen Promotoren sind längst verschwunden, ihre Bauruinen stehen meist leer, aber nun hält sich die Gemeinde, die wie jede der Gemeinden der Costa del Sol noch am Ausgleichen des leeren Finanzsäckels ihrer Vorgänger ist, an die jetzigen circa 200 Anwohner.
Jeder von ihnen soll circa 45.000 (!) Euro beitragen zur Renovierung und Verschönerung ihrer Straße. Dabei handelt es sich um lang ansässige Residenten, die ihre Lizenz haben, die aber nun meist Rentner sind und jeden Euro umdrehen müssen wie etwa der seit 40 Jahren hier lebende Schweizer Enzio C., der auch gut integriert ist.
Verzweifelte Eigentümer
Es ist ein schwieriger Fall, da es auf diesem Gebiet auch zu drei Waldbränden kam, die zum Beispiel Transformatoren zerstörten. Dass hier schon länger etwas getan hätte werden müssen, war jedem,
auch der sozialisten Vorgängerregierung der Gemeinde, klar. Jetzt kommt es zu etlichen Protesten der Anwohner, besonders derjenigen, die noch nicht so lange dort wohnen. Ein Ombudsmann in Madrid
wurde von ihnen angeschrieben, so die englische Olive Press, aber keine Reaktion bisher von ihm.
Die Gemeinde versucht durch eine eigens für dieses Problem abgestellte Stadträtin und langjährige internationale Residentin zur befriedigenden Lösung für beide Seiten zu kommen, bietet Ratenzahlung an, während Banken leider wieder einmal kein Verständnis zeigen. Und von anderen in Luxusurbanisationen können sich die Betroffenen anhören: "Wer sich eben die Costa del Sol nicht leisten kann, soll verkaufen und gehen!"
Regierungswechsel -
zuerst in ganz Spanien und jetzt in Andalusien
Nach 40 Jahren durchgehendem Sozialismus, was Andalusien aber nicht vom letzten Wirtschafts-platz in Spanien weg brachte, unter anderem Korruption
zementierte, die höchste Arbeitslosigkeit produzierte, kam es nun endlich zu einem Wechsel in der Landesregierung aufgrund der zusammengerechneten Ergebnisse der PP (Partitido popular,-
26 Sitze), der stark gewordenen Ciudadanos (17 Sitze) und der problematischen rechtsextremen VOX (12 Sitze), obwohl die PSOE mit Verlusten von 14 Sitzen immer noch an erster Stelle stand
mit 33 Sitzen.
Nun muss diese Koalition beweisen, dass sie alte Strukturen aufbrechen und Andalusien nach vorne bringen kann. Leuchtendes Beispiel ist da "Spaniens bester
Bürgermeister", José Maria García Urbano in Estepona- im Foto oben rechts bei einer Wahlveranstaltung. Er holte für sich und seine PP vor Ort ein deutliches Ergebnis vor Ciudadanos und verwies
die PSOE, die ihm vor Jahren einen Berg Schulden hinterlassen hatte, auf den 3. PLatz.
Kommentar: Ein Wechsel in der Politik ist immer gut und wahrhaft demokratisch. Umgekehrt galt und gilt das auch in der Madrider Hauptregierung für Spanien, wo wiederum die PSOE mit Sanchez die PP mit Rajoy ablöste.
Von Deutschland reden wir dieses Mal nicht.
Rajoy stürzt über Misstrauensvotum - Pedro Sanchez von der PSOE neuer Ministerpräsident
86 Prozent der spanischen Bevölkerung werden Mariano Rajoy keine Träne nachweinen - das war nämlich nach einer letzten Umfrage das Ergebnis, nach dem die Bevölkerung die Arbeit des nun Ex-Ministerpräsidenten vernichtend beurteilte. Die mit einer Stimmenmehrheit von nur 11 Zählern nach dem Misstrauensvotum - dem ersten in der demokratischen Geschichte Spaniens - erzielte Mehrheit im Parlament für die Abwahl Rajoys aufgrund der "Gürtel"-Korruptionsaffäre seiner Partei, der PP, gibt die Stimmung im Land also nur ungenügend wider.
3 Anläufe für 2. Amtszeit und nun verjagt
Erinnern wir uns: Drei Anläufe, also dreimal hintereinander mit all den immensen Kosten wählen ließ Rajoy in 2015/2016 , bis er endlich mit einer knappen Mehrheit und der Hilfe der Ciududano und der alten Franquisten seine zweite Amtszeit antreten konnte, die nun jäh endete. Er selbst rechnet sich die minimale wirtschaftliche Verbesserung, die das Gros der Bevölkerung und vor allem die vielen arbeitslosen Jugendlichen kaum erreichte, persönlich zu nach sechs Jahren Wirkungzeit. Doch vergleicht man mit Portugal, dem sonst immer ärmeren Bruder, und zieht man die überhaupt anziehende Weltwirtschaft nach der Krise 2008 ab, dann gibt es nicht viel, was Spanien ihm verdanken kann, im Gegenteil!
Aus Residentensicht ist er verantwortlich für unsinnige Gesetze:
Wünsche für die Zukunft: Was ich mir von Pedro Sanchez erhoffe:
Gabriele Hefele
Wir haben einen neuen deutschen Konsul in Málaga
Seit circa Juli 2018 löste Arnulf Braun seinen Vorgänger Peter Eck ab im wichtigen Konsu-lat Málaga, das außer für Andalusien auch für die Enklaven Ceuta und Melilla zuständig ist. Konsul Braun ist gebürtiger Oberbayer aus Rosenheim, Diplomvolkswirt mit Stationen in Saudi-Arabien, Mailand, Kamerun, Rumänien. Im spanischen Bereich war er zuletzt Konsul in Gran Canaria und Barcelona, und vor Málaga auch in Wien.
Er kann nicht nur arabisch, sondern brauchte auch keine Übersetzungshilfe für sein spanisches Grußwort beim jährlichen Konsulsempfang zur deutschen Einheit am 3. Oktober.
Kommentar seiner Ehefrau Martina, zum jetzigen Aufenthalt in Málaga, vor allem im Vergleich zu den Bürgerkriegsschauplätzen ihrer Stationen in Zentral-Afrika: "Das ist hier das Paradies!"
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Gelungen ist der Relaunch der Eingangshalle des Kempinski Bahia Hotels in Estepona. Hatte es doch vorher ehrlich gesagt mehr den Charme einer besseren Bahnhofsvorhalle, vermittelt die Renovierung nun wirklich Ah- und Oh-Effekte. Stilelemente, die sowohl mit dem tiefen Blau und den Holzgittern an das nahe Marokko erinnern, aber auch asiatisch anmutende Dekorationen verwandeln das Entrée in eines, das nun wirklich eines Gran Lujo 5-Sterne-Hotels an der Costa del Sol würdig ist. Unter uns: Das eine oder andere Luxushotel in Marbella könnte sich auch mal ein Beispiel für eine entprechende Überarbeitung nehmen.
Endlich lädt auch die Bar des Kempi nun zu einer etwas längeren weil gemütlicheren Verweildauer an, nicht nur mit der Überdachung a la Beduinenzelt, sondern viel geschützter durch Säulen vorm Eingang. Nun zieht es einem nicht mehr an den Rücken auf dem Barhocker!
Seit August 2018 hat auch das Kempinski Hotel Bahia in Estepona einen neuen deutschen Generalmanager: Axel Bethke, der bei Kempinski Erfahrungen in München und Peking sammelte.
Sein letzter Einsatz vor der Costa del Sol war im "Qasr Al Sarab Desert Resort von Anantara in Abu Dhabi". Seine Leidenschaft gilt unter anderem der Umsetzung des kulinarischen Konzepts des Hotels, das mit dem Restuarant El Paseo del Mar ein neues Highlight setzte.
G.H.
Fotos (Gabriele Hefele) oben von links nach rechts: Blick zur Südseite des Eingangs - die Rezeption - die Blumeninsel in der Mitte, bei der Pressevorstellung mit Isabel de Borbón (links).
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Und dann gibt es gleich noch einen neuen internationalen Club von Rotary für Estepona, Casares, Manilva und Sotogrande seit 13. Oktober. Erste Präsidentin war die Italienerin Carla Bordoli. "International" heißt in dem Fall, dass im Club sowohl spanisch wie englisch gesprochen wird. Paten bei der Gründung waren sowohl die Rotary Clubs von Marbella-Guadalmina, wie auch Como Baradello.
11.06.2016
Gabriele Hefele
Eigentlich stehen sonst bei uns im Juni die San-Bernabé-Ferias und vor allem die Noche de San Juan im Mittelpunkt. Aber diesen Monat sieht alles anders aus!
2. BREXIT. Als ich neulich abends von einem Engländer nach meiner Meinung dazu befragt wurde, da habe ich so laut und dreckig gelacht, dass alle anderen Anwesenden ihren Kopf herum rissen. Eigentlich sind ja politische Themen beim kunstvollen Smalltalk verboten, aber er provozierte mich: Alle meine von mir bewunderen britischen Freunde kennen meine Meinung, dass von vornherein die Briten, die sich ja immer in Gegensatz zu den Leuten auf dem "Kontinent" stellen, historisch gesehen weniger in die EU gehörten als seinerzeit (was man versäumte!) die Russen. Allein ihre Gesetzgebung, die angelsächsische mit diesen manipulierbaren Geschworenengerichten ist eine andere als die unsere, auf dem römischen und napoleanischen Recht fußende. Sie selbst, die Briten, werden bei einem Austritt nicht nur Schottland endgültig verlieren, sondern selbst auch noch mehr wirtschaftliche Macht - wird ja zur Genüge diskutiert in den Medien. Deshalb nicht mehr dazu. Spannend wird es auf jeden Fall.
3. Nein, über die in meinen Augen unverschämt-dumme und teure (150 Millionen Euro) Wiederholung der spanischen Wahl am 26. Juni äußere ich mich nicht mehr - alles was im untenstehenden Beitrag dazu steht, gilt für mich weiterhin. Und was soll da sehr viel anderes heraus kommen? Hauptsache, die Parteien paralysieren sich wieder lange Zeit und kommen nicht zur Regierungsbildung, dann können sie nichts anstellen und weitere bürger/ausländerfeindliche und bekloppte Gesetze beschließen!
Gabriele Hefele
21.12.2015
Hurra!
Endlich ist Spanien weg vom Zwei-Parteiensystem! Das ist nur gut so, wenn den etablierten zum Teil ziemlich korruptionsverseuchten Großparteien endlich herbe Verluste beigebracht - und gewaltige Denkzettel verabreicht wurden! Unabhängig von den Parteiprogrammen bedeutet das mehr Demokratie und frischen Wind im Parlament.
WAS NUN SPANIEN?
Auweh!
Die Ergebnisse mit:
erbringen aber weder für eine konservative (PP+Ciudadanos) noch für eine linke (PSOE + Podemos) Koalition eine Mehrheit der notwendigen 176 Sitze.
Neuwahlen?
Nach dem Motto: Liebe Spanier, das war wohl nichts, also das Ganze von vorne im Frühjahr? Nachdem der regierende Rajoy vor Schiss fieserweise diese Wahl in die
Weihnachts- und Urlaubswoche legte? Aber was das kosten würde bei dem maroden Spanien - entgegen der Meldungen eines Wachstums ( Wachstum für wen eigentlich?)
Große Koalition?
Die Zeitung "El Mundo" spricht schon von einer Variation "al alemana", nach deutschem Vorbild. Ja, um Gottes willen - das bedeutete ja Korruption². Geht gar nicht! Überhaupt sieht man ja auch am deutschen "Vorbild", dass Große Koalitionen nur mehr Streit und leider den Verlust einer potenten Opposition bringen.
Mehrparteienzusammenschluss?
Alle vier oben genannten Parteien zusammen? Joder (pardon!)! Wie in Marbella etwa, wo sie es nicht mal fertig bringen, in dem Luxusort die paar Kröten zur Unterstützung der Tafel für Bedürftige zusammenzubringen (ja, gibts eben auch dort jede Menge, wofür man sich dann schämt)?!
Minderheitenregierung?
Rajoy hatte vor der Wahl versprochen, dass er bei Verlust der absoluten Mehrheit nicht mehr Ministerpräsident sein wolle. Leider weiß er nach der Wahl, wie so üblich bei Politikern, nichts mehr von diesem Versprechen und will auf Biegen und Brechen an der Macht bleiben.
Und nochmals Rajoy?
Der zwar in Brüssel und bei Schäuble angesehen ist, aber bekloppte bürger- und residentenfeindliche Gesetze machte - zugunsten der Banken wieder mal wie bekannt. Der seine Bürger, wenn sie 2mal Hypothekenzahlungen ihrer Wohnungen schuldig bleiben, obdachlos macht, von der Arbeitslosigkeit ganz zu schweigen. Der Sozialleistungen kürzt und zugunsten der Hotellobby Leute mit Ferienwohnungsvermietung schikaniert durch sinnlose bautechnische Auflagen wie Air condition(!), der erneuerbare Energien torpedierte durch Lobby-Gesetze für die großen Energiekonzerne. Braucht es noch mehr?
Zuschrift dazu am 29.12.2015 von Helga Niestroj, Journalistin aus Hamburg:
"Die Wahlanalyse habe ich gelesen, ich finde sie sehr gut, weil sie einen doch auf verschiedene Gedanken bringt. Ist es nicht fast überall das gleiche Problem? Die Entscheidungsebenen sind oft Leute, die von der Sache keine Ahnung haben, sind nur dort, weil sie jemanden kennen? Die Ausführenden trauen sich nicht, den Mund aufzumachen, weil sie Angst um ihren Arbeitsplatz haben und die ganz oben sind froh, wenn halbwegs Frieden im Land herrscht und ihre Ruhe haben? Und andererseits: Wenn man die Leute über alles abstimmen lässt, kommt auch nicht immer was Gescheites heraus. Alles in allem: der demokratische und sehr steinige Weg ist - scheint mir - schon der Richtige, die Leute herauszufordern, ihre Meinung offen und ehrlich zu sagen und dann aber auch was von ihnen zu verlangen."
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Onlinemagazin Spanien. Deutschsprachiges Magazin in und für Spanien
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