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30 Jahre Deutsche Einheit

Wir haben mit Arnulf Braun einen sympathischen neuen Konsul seit mehr als einem Jahr,  der auch moderne neue Wege beschreitet: Nicht nur, dass er das Konsulat in Málaga frisch ausrüstete mit freundlichen hellen Möbeln - sehr angenehm bemerkt neulich beim Beantragen eines neuen Passes - ,  er gestaltete auch den jährlichen Empfang zum deutschen Feiertag, dem 3. Oktober, mit neuen Ideen.  So gab es eine Videowand mit Rückblicken zur einzigen deutschen erfolgreichen Revolution und den jetzt 30 anschließenden Jahren des Weges zur Einheit, sondern auch die deutsche Hymne gesungen von Schülerinnen der Deutschen Schule.

Die Videowand tat anschließend auch ihren guten Dienst beim eigenen Film der Jugendlichen bei ihrem Schulbesuch in Berlin (netter Moderatoreneinstieg, aber dann etwas zu lang, merkt man immer daran, wenn im Hintergrund die geladenen Gäste zu eigenen Gesprächen  sich wenden) und nicht zuletzt bei der Hommage an die SURdeutsche Ausgabe, die Übersetzungszeitung der SUR für Deutsche, die 15jähriges Jubiläum feiert dieses Jahr.

Fotos von links nach rechts: Am Rednerpult Konsul Arnulf Braun bei seiner Begrüßung, links von ihm Málagas Bürgermeister de la Torre vor seiner begeisterten  Rede und im Vordergrund die Elevinnen der Deutschen Schule beim Singen der deutschen Hymne (3. Strophe natürlich!).

Im rechten Foto Konsul und Bürgermeister mit der Bürgermeisterin von Passau (im gelben Kleid) mit den treuen Gästen der deutsch-spanischen Gesellschaft aus Passau, denn Passau ist eine der wichtigen Partnerstädte Málagas.

Deutscher Einheitsfeiertag in Spanien

Fotos oben von links nach rechts und oben nach unten:

1) Konsul Peter Eck bei seiner Rede mit Übersetzerin Gloria - 2) Im botanischen Garten von Alamo bei bestem Fingerfood gaben sich auch die Ehre, von links nach rechts: Prinzessin Marie Luise von Preußen, Graf Rudi von Schönburg, Vanesa Diez Barriuso, Direktorin des Museums Jorge Rando in Málaga, Autorin Dr. Gabriele Hefele („Andalusien ist anders“) - 3)

Konsul Peter Eck, Konsulatsangestellte Gloria und Dr.-Ing. Reinhard Hefele

 Einerseits noch verbesserungswürdige Einheit, andererseits Seperatismusbestrebungen

 

 Der  Empfang des deutschen Konsulats in Málaga zum 3. Oktober 2017, wurde zum letzten Mal von Konsul Peter Eck vor seiner Pensionierung im kommenden Juni veranstaltet. Dazu fanden sich Kollegen anderer Konsultate und Botschaften, Vertreter des Militärs, der Polizei, der Presse, der Kirchen, der Wohltätigkeitsvereine und allgemein Personen des öffentlichen Lebens ein.

Bürgermeister Torres von Málaga hatte die Bedeutung deutscher Firmen und Niederlassungen in Málaga betont, die wieder vermehrt zu beobachten seien, besonders auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien.

 In seiner Rede betonte Konsul Eck die Einheit und das Zusammenwachsen von Ost und West in Deutschland, was diesem einmaligen Prozess ausgerechnet zwei Tage nach den Referendumsereignissen in Katalonien eine besondere Note verlieh. Konsul Eck wies aber auch auf das bedeutende 500jährige Martin-Luther-Jubiläum hin, der Geburtsstunde des Protestantismus.

Anmerkungen zur Rede des Konsuls

Doch steht nicht gerade der gefeierte Martin Luther nicht nur für eine Spaltung der Kirchen, sondern auch Deutschlands in einen protestantischen Norden und einen katholischen Süden? Und die deutschen Tugenden wie

Fleiss, Verläßlichkeit, Pünktlichkeit, auch Hartnäckigkeit, die Peter Eck dem Protestantismus zuschreibt, gelten allgemein mehr als "preußische Tugenden", wenn auch auf Lutheranismus fußend.

Allgemein war auch der Schatten des katalanischen Referendums bei dieser Veranstaltung zu spüren. Übrigens wurde als Cava "Freixenet" ausgeschenkt. Auf meine "süffisante" Frage wurde mir versichert, dass der Besitzer von Freixenet kein Independista ist, da ja international tätig! Das nur als Fußnote. 

Gabriele Hefele


Sind 220 Millionen zu viel?

Meine Güte, was für eine Aufregung, Entrüstung über die 220 Millionen Ablöse für Fußballstar Neymar, die er selbst pfiffigerweise  in Form von 300 Millionen vom Scheich aus Katar als "Honorar" bekam,  um sich vom FC Barcelona selbst auszulösen.

Ich oute mich mal: Mir ist es herzlich wurscht, was einer verdient oder besser: einnimmt.  Meine Argumente:

  • Ich habe nix davon, ob einer für 60, 110 oder 220 Mio wechselt oder gar nicht oder für weniger.
  • Dieser deutsche Neid oder wie soll man das benennen: Verteilte man diese Summe  auf die Menschheit an jeden einzelnen - na, was kommt da raus? Sogar wenn man nur unter 82 Millionen Einwohner Deutschlands verteilt, vielleicht noch die 47 Millionen von Spanien dazu rechnet:  weniger als 20 Cent. Na also.
  • Wenn einer dem guten alten Fußball mit Stehtribünen (habe ich doch selbst noch erlebt mit meinem Vater im Grünwalder Stadion in München) nachweint, dann outet er sich höchstens als sentimental und einem gewissen hohen Alter inzwischen angehörend, gemäß der Ansicht:  "Früher war alles besser." Aber früher kommt nicht mehr zurück.
  • Diese scheinheilige Diskussion: Was hätte man da alles Gutes tun können für dieses Geld. Sehen wir es doch mal positiv: Der Scheich aus dem kriegführenden Katar kann dafür wenigstens keine Waffen kaufen.  Ach so, "leider" auch nicht welche aus Deutschland, was ja unserer Wirtschaft nicht gut bekommt? (Ach, der kauft diese Art Waffen sowieso über verschlungene Umwege und Drittländer).
  • Und vielleicht gibt es ja für die moralisch Entrüsteten einen gewissen Trost ( und Schadenfreude): Neymar muss seine Einnahmen in Frankreich zu 63 % (!) versteuern. Ob ihm das klar war, als er Spanien Adieu sagte?

Gabriele Hefele


Den letzten beißen die Hunde

Wo Licht ist, ist auch Schatten. Dies scheint auch auf  die Gemeinde Estepona zuzutreffen, die sonst so positiv von sich reden macht und sich "Garten der Costa del Sol" in der Touristenwerbung nennt.

 

Eine Straße, die hauptsächlich durch die schweren LKWs der Promotoren im Bauwahn des letzten Jahrzehnts ruiniert wurde, soll nun saniert werden. Die gierigen Promotoren sind längst verschwunden, ihre Bauruinen stehen meist leer, aber nun hält sich die Gemeinde, die wie jede der Gemeinden der Costa del Sol noch am Ausgleichen des leeren Finanzsäckels ihrer Vorgänger ist, an die jetzigen circa 200 Anwohner.

Jeder von ihnen soll circa 45.000 (!) Euro beitragen zur Renovierung und Verschönerung ihrer Straße. Dabei handelt es sich um lang ansässige Residenten, die ihre Lizenz haben, die aber nun meist Rentner sind und jeden Euro umdrehen müssen wie etwa der seit 40 Jahren hier lebende Schweizer Enzio C., der auch gut integriert ist.

Verzweifelte Eigentümer

Es ist ein schwieriger Fall, da es auf diesem Gebiet auch zu drei Waldbränden kam, die zum Beispiel Transformatoren zerstörten. Dass hier schon länger etwas getan hätte werden müssen, war jedem, auch der sozialisten Vorgängerregierung der Gemeinde, klar. Jetzt kommt es zu etlichen Protesten der Anwohner, besonders derjenigen, die noch nicht so lange dort wohnen. Ein Ombudsmann in Madrid wurde von ihnen angeschrieben, so die englische Olive Press, aber keine Reaktion bisher von ihm.

Die Gemeinde versucht durch eine eigens für dieses Problem abgestellte Stadträtin und langjährige internationale Residentin zur befriedigenden Lösung für beide Seiten zu kommen, bietet Ratenzahlung an, während Banken leider wieder einmal kein Verständnis zeigen. Und von anderen in Luxusurbanisationen können sich die Betroffenen anhören: "Wer sich eben die Costa del Sol nicht leisten kann, soll verkaufen und gehen!"


Das Jahr 2018 hatte es in sich!

Regierungswechsel -

zuerst in ganz Spanien und jetzt in Andalusien

 

Nach 40 Jahren durchgehendem Sozialismus, was Andalusien aber nicht vom letzten Wirtschafts-platz in Spanien weg brachte, unter anderem Korruption zementierte, die höchste Arbeitslosigkeit produzierte, kam es nun endlich zu einem Wechsel in der Landesregierung aufgrund der zusammengerechneten Ergebnisse der PP (Partitido popular,- 26 Sitze), der stark gewordenen Ciudadanos (17 Sitze) und der problematischen rechtsextremen VOX (12 Sitze), obwohl die PSOE mit Verlusten von 14 Sitzen immer noch an erster Stelle stand mit 33 Sitzen.

Nun muss diese Koalition beweisen, dass sie  alte Strukturen aufbrechen und Andalusien nach vorne bringen kann. Leuchtendes Beispiel ist da "Spaniens bester Bürgermeister", José Maria García Urbano in Estepona- im Foto oben rechts bei einer Wahlveranstaltung. Er holte für sich und seine PP vor Ort ein deutliches Ergebnis vor Ciudadanos und verwies die PSOE, die ihm vor Jahren einen Berg Schulden hinterlassen hatte, auf den 3. PLatz.

 

Kommentar:  Ein Wechsel in der Politik ist immer gut und wahrhaft demokratisch. Umgekehrt galt und gilt das auch in der Madrider Hauptregierung für Spanien, wo wiederum die PSOE mit Sanchez die PP mit Rajoy ablöste.

Von Deutschland reden wir dieses Mal nicht.

 

Rajoy stürzt über Misstrauensvotum - Pedro Sanchez von der PSOE neuer Ministerpräsident

86 Prozent der spanischen Bevölkerung werden Mariano Rajoy keine Träne nachweinen - das war  nämlich nach einer letzten Umfrage das  Ergebnis, nach dem die Bevölkerung  die Arbeit des nun Ex-Ministerpräsidenten vernichtend beurteilte. Die mit einer Stimmenmehrheit von nur 11 Zählern nach dem Misstrauensvotum - dem ersten in der demokratischen Geschichte Spaniens -  erzielte Mehrheit im Parlament für die Abwahl  Rajoys aufgrund der "Gürtel"-Korruptionsaffäre seiner Partei, der PP, gibt die Stimmung im Land also nur ungenügend wider.

3 Anläufe für 2. Amtszeit und nun verjagt

Erinnern wir uns: Drei Anläufe, also dreimal hintereinander mit all den immensen Kosten wählen ließ Rajoy in 2015/2016 , bis er endlich mit einer knappen Mehrheit und der Hilfe der Ciududano und der alten Franquisten seine zweite Amtszeit antreten konnte, die nun jäh endete. Er selbst rechnet sich die minimale wirtschaftliche Verbesserung, die das Gros der Bevölkerung und vor allem die vielen arbeitslosen Jugendlichen kaum erreichte,  persönlich zu nach sechs Jahren Wirkungzeit. Doch vergleicht man mit Portugal, dem sonst immer ärmeren Bruder,  und zieht man die überhaupt anziehende Weltwirtschaft nach der Krise 2008 ab, dann gibt es nicht viel, was Spanien ihm verdanken  kann, im Gegenteil!

Aus Residentensicht ist er verantwortlich für unsinnige Gesetze:

  1. da kam das Modell 720, nachdem jeder hier lebende Ausländer mit Haupwohnsitz  alle seine Vermögenswerte in allen Ländern angeben und versteuern musste - auch, wenn man dies längst im betreffenden Land (Beispiel Immobilien) tat: angeblich wollte er damit die Schwarzgeldflut eindämmen. Das Ergebnis: nicht nur ein Bürokratieungetüm mit unrealistischen Terminen, sondern viele Ausländer, vor allem auch Engländer, eine der Hauptresidentengruppen, verließen das Land. Heute könnte man sagen: Da hat einer wohl von sich auf andere geschlossen...
  2. Ein Gesetz zur "Bestrafung" (!) von Solarenergie, die die großen Energiekonzerne für entgangenen Umsatz ent-, Benutzer von Fotovoltaik aber beschädigte. Weiteres Ergebnis: Firmen-Pleiten von spanischen Herstellern von Solarzellen und Landwirtschaftsbereichen, die damit z.B.  ihre Felder bewässerten, dazu aber Kredite aufgenommen hatten, die ihnen dann Schwierigkeiten bereiteten durch die Abgaben beispielsweise an Iberdrola oder Endesa, von denen bei Hypothekenabschluss nicht die Rede war! Ach ja, warten wir einmal ab, nach welcher Zeit M.R. einen Posten bei einer dieser Gesellschaften angeboten erhält?

 Wünsche für die Zukunft: Was ich mir von Pedro Sanchez erhoffe:

  • keine unsinnigen Gesetze mehr oder vielleicht auch Korrektur der oben beschriebenen,
  • Taten vor allem gegen die Arbeitslosigkeit bei Jugendlichen,
  • einenen besonneneren und diplomatischeren Umgang mit Katalonien, denn auch da hat Rajoy unverantwortlicherweise viel Porzellan zerschlagen!
  • Ach ja:  weniger Korruption - vielleicht.

Gabriele Hefele


Alles neu

Wir haben einen neuen deutschen Konsul in Málaga

 

Seit circa Juli 2018 löste Arnulf Braun seinen Vorgänger Peter Eck ab im wichtigen Konsu-lat Málaga, das außer für Andalusien auch für die Enklaven Ceuta und Melilla zuständig ist. Konsul Braun ist gebürtiger Oberbayer aus Rosenheim, Diplomvolkswirt mit Stationen in Saudi-Arabien, Mailand, Kamerun, Rumänien. Im spanischen Bereich war er zuletzt Konsul in Gran Canaria und Barcelona, und vor Málaga auch in Wien.

Er kann nicht nur arabisch, sondern brauchte auch keine Übersetzungshilfe für sein spanisches Grußwort beim jährlichen Konsulsempfang zur deutschen Einheit am  3. Oktober. 

Kommentar seiner Ehefrau Martina, zum jetzigen Aufenthalt in Málaga, vor allem im Vergleich zu den  Bürgerkriegsschauplätzen ihrer Stationen in Zentral-Afrika: "Das ist hier das Paradies!"

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Gelungen ist der Relaunch der Eingangshalle des Kempinski Bahia Hotels in Estepona. Hatte es doch vorher ehrlich gesagt mehr den Charme einer besseren Bahnhofsvorhalle, vermittelt die Renovierung nun wirklich Ah- und Oh-Effekte. Stilelemente, die sowohl mit dem tiefen Blau und den Holzgittern an das nahe Marokko erinnern, aber auch asiatisch anmutende Dekorationen verwandeln das Entrée in eines, das nun wirklich eines Gran Lujo 5-Sterne-Hotels an der Costa del Sol würdig ist. Unter uns: Das eine oder andere Luxushotel in Marbella könnte sich auch mal ein Beispiel für eine entprechende Überarbeitung nehmen.

Endlich lädt auch die Bar des Kempi nun zu einer etwas längeren weil gemütlicheren Verweildauer an, nicht nur mit der Überdachung a la Beduinenzelt, sondern viel geschützter durch Säulen vorm Eingang. Nun zieht es einem nicht mehr an den Rücken auf dem Barhocker!

 

Seit August 2018 hat auch das Kempinski Hotel Bahia in Estepona einen neuen deutschen Generalmanager: Axel Bethke, der bei Kempinski Erfahrungen in München und Peking sammelte.

Sein letzter Einsatz vor der Costa del Sol war im "Qasr Al Sarab Desert Resort von Anantara in Abu Dhabi". Seine Leidenschaft gilt unter anderem der Umsetzung des kulinarischen Konzepts des Hotels, das mit dem Restuarant El Paseo del Mar ein neues Highlight setzte.

G.H.

 Fotos (Gabriele Hefele) oben von links nach rechts: Blick zur Südseite des Eingangs - die Rezeption - die Blumeninsel in der Mitte, bei der Pressevorstellung mit Isabel de Borbón (links).

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Und dann gibt es gleich noch einen neuen internationalen Club von Rotary für Estepona, Casares, Manilva und Sotogrande seit 13. Oktober.  Erste Präsidentin war die Italienerin Carla Bordoli.  "International" heißt in dem Fall, dass im Club sowohl spanisch wie englisch gesprochen wird. Paten bei der Gründung waren sowohl die Rotary Clubs von Marbella-Guadalmina, wie auch Como Baradello.


EM - EU - ES:  Von Brexit, Fußball und Wahlen

 11.06.2016

Gabriele Hefele

 

Eigentlich stehen sonst bei uns im Juni die San-Bernabé-Ferias und vor allem die Noche de San Juan im Mittelpunkt. Aber diesen Monat sieht alles anders aus!

  1.  begann nun endlich die Fußball-Europameisterschaft! Und wer wird den Pokal erringen? Ich glaube nicht, dass die Deutschen auch nach dem WM-Titel siegreich sind - man schaue sich nur das traurige Trikot an!  Ein weißes Unterhemd mit Trauerrand! Das ist doch kein Siegeraufzug! Und da man uns Damen nachsagt, dass wir so nach Aussehen gehen beim Fußball, da müssten eigentlich die Spanier wieder mal gewinnen: Ist das nicht ein schickes Trikot? Aber unser Mitarbeiter José meint, auch die würden es nicht packen. Also Belgien, das ist mein Tipp, die haben wenigstens dieselben Flaggenfarben wie die Deutschen, wennauch auf den Kopf gestellt.

2. BREXIT. Als ich neulich abends von einem Engländer nach meiner Meinung dazu befragt wurde, da habe ich so laut und dreckig gelacht, dass alle anderen Anwesenden ihren Kopf herum rissen. Eigentlich sind ja politische Themen beim kunstvollen Smalltalk verboten, aber er  provozierte mich:  Alle meine von mir bewunderen britischen Freunde kennen meine Meinung, dass von vornherein die Briten, die sich ja immer in Gegensatz zu den Leuten auf dem "Kontinent" stellen, historisch gesehen weniger in die EU gehörten als seinerzeit (was man versäumte!) die Russen.  Allein ihre Gesetzgebung, die angelsächsische mit diesen manipulierbaren Geschworenengerichten ist eine andere als die unsere, auf dem römischen und napoleanischen Recht fußende. Sie selbst, die Briten, werden bei einem Austritt nicht nur Schottland endgültig verlieren, sondern selbst auch noch mehr wirtschaftliche Macht - wird ja zur Genüge diskutiert in den Medien. Deshalb nicht mehr dazu. Spannend wird es auf jeden Fall.

 

3. Nein, über die in meinen Augen unverschämt-dumme und teure (150 Millionen Euro) Wiederholung der spanischen Wahl am 26. Juni äußere ich mich nicht mehr - alles was im untenstehenden Beitrag dazu steht, gilt für mich weiterhin. Und was soll da sehr viel anderes heraus kommen? Hauptsache, die Parteien paralysieren sich wieder lange Zeit und kommen nicht zur Regierungsbildung, dann können sie nichts anstellen und weitere bürger/ausländerfeindliche und bekloppte Gesetze beschließen!


3. Parlaments-Wahl gerade so vermieden

Spanien- ¿Vor der Wahl ist nach der Wahl?

Gabriele Hefele

21.12.2015

Hurra!

 

Endlich ist Spanien weg vom Zwei-Parteiensystem! Das ist nur gut so, wenn den etablierten zum Teil ziemlich korruptionsverseuchten Großparteien endlich herbe Verluste beigebracht - und gewaltige Denkzettel verabreicht wurden! Unabhängig von den Parteiprogrammen bedeutet das mehr Demokratie und frischen Wind im Parlament.

 

 

 

WAS NUN SPANIEN?

Auweh!

 

Die Ergebnisse mit:

  • 123 Sitzen für die PP
  • 90 für die PSOE
  • 69 für die Podemos
  • 40 Ciudadanos

erbringen aber weder für eine konservative (PP+Ciudadanos) noch für eine linke (PSOE + Podemos) Koalition eine Mehrheit der notwendigen 176 Sitze.


Neuwahlen?

Nach dem Motto: Liebe Spanier, das war wohl nichts, also das Ganze von vorne im Frühjahr? Nachdem der regierende Rajoy vor Schiss fieserweise diese Wahl in die Weihnachts- und Urlaubswoche legte? Aber was das kosten würde bei dem maroden Spanien - entgegen der Meldungen eines Wachstums ( Wachstum für wen eigentlich?)

 

Große Koalition?

Die Zeitung "El Mundo" spricht schon von einer Variation "al alemana", nach deutschem Vorbild. Ja, um Gottes willen - das bedeutete ja Korruption². Geht gar nicht! Überhaupt sieht man ja auch am deutschen "Vorbild", dass Große Koalitionen nur mehr Streit und leider den Verlust einer potenten Opposition bringen.

 

Mehrparteienzusammenschluss?

Alle vier oben genannten Parteien zusammen? Joder (pardon!)! Wie in Marbella etwa, wo sie es nicht mal fertig bringen, in dem Luxusort die paar Kröten zur Unterstützung der Tafel für Bedürftige zusammenzubringen (ja, gibts eben auch dort jede Menge, wofür man sich dann schämt)?!

 

Minderheitenregierung?

Rajoy hatte vor der Wahl versprochen, dass er bei Verlust der absoluten Mehrheit nicht mehr Ministerpräsident sein wolle. Leider weiß er nach der Wahl, wie so üblich bei Politikern, nichts mehr von diesem Versprechen und will  auf Biegen und Brechen an der Macht bleiben.

Und nochmals Rajoy?

Der zwar in Brüssel und bei Schäuble angesehen ist, aber bekloppte bürger- und residentenfeindliche Gesetze machte - zugunsten der Banken wieder mal wie bekannt. Der seine Bürger, wenn sie 2mal Hypothekenzahlungen ihrer Wohnungen schuldig bleiben, obdachlos macht, von der Arbeitslosigkeit ganz zu schweigen. Der Sozialleistungen kürzt und zugunsten der Hotellobby Leute mit Ferienwohnungsvermietung schikaniert durch sinnlose bautechnische Auflagen wie Air condition(!), der erneuerbare Energien torpedierte durch Lobby-Gesetze für die großen Energiekonzerne. Braucht es noch mehr?


 

Zuschrift dazu am 29.12.2015 von Helga Niestroj, Journalistin aus Hamburg:

 

"Die Wahlanalyse habe ich gelesen, ich finde sie sehr gut, weil sie einen doch auf verschiedene Gedanken bringt. Ist es nicht fast überall das gleiche Problem? Die Entscheidungsebenen sind oft Leute, die von der Sache keine Ahnung haben, sind nur dort, weil sie jemanden kennen? Die Ausführenden trauen sich nicht, den Mund aufzumachen, weil sie Angst um ihren Arbeitsplatz haben und die ganz oben sind froh, wenn halbwegs Frieden im Land herrscht und ihre Ruhe haben? Und andererseits: Wenn man die Leute über alles abstimmen lässt, kommt auch nicht immer was Gescheites heraus. Alles in allem: der demokratische und sehr steinige Weg ist - scheint mir - schon der Richtige, die Leute herauszufordern, ihre Meinung offen und ehrlich zu sagen und dann aber auch was von ihnen zu verlangen."


Archiv der letzten Residentenkurier-Magazine

 

Frühling 2015

im Inhalt unter anderem:

 

  • Mythos Semana Santa
  • Europas neues und nun größtes Orchideenhaus in Estepona
  • Restaurierung der Casa Pilatos in Sevilla
  • Neue Weine in Andalusien
  • Ostern im Algarve
  • Gartenarbeit und Gesundheit
  • Energiesparende Swimmingpools
  • Der Fluss Ter

 

 

Winterquartal 2015

im Inhalt:


  • Die Geier von Rio Genal
  • Pferdeland Andalusien
  • Der portugiesisiche Jakobsweeg
  • Flamencokleider-Kauf in Jerez
  • Sockelleistenheizung


 

 

 

 

 

Das Herbst-Magazin 2014

im Inhalt:

 

  • 25 Jahre Mauerfall
  • neuer deutscher Konsul in Málaga
  • Hundeparks und Hundestrände
  • moderne technisch Bauwerke und Denkmäler in Spanien
  • Ausflug nach Castro Marim/Algarve
  • Die neue Generation der Solaranlagen

 

 

 

Das Sommer-Magazin 2014

im Inhalt:

 

  • Die 10 Gebote bei Brandgefahr
  • Die einmaligen fliegenden Fische
  • Puerto de La Duquesa
  • Valencia, eine bezaubernde Stadt
  • Honorarkonsulat in Jerez
  • Mountainbikezentrum Alcornocales
  • Deutsche Qualitätsstandards für Spanien