Infos für Residenten

Achtung Brandgefahr!

 

 

Same procedure as every year - nämlich Wald- und Flächenbrände in Spanien mitten im heißen Hochsommer mit ausgetrocknetem Land, spröden Bäumen, heißen Temperaturen. Dazu ein starker Wind und wenn dann noch folgende Ursachen hinzukommen wie eine weggeworfene Zigarette, Flaschen, die bei Sonneneinwirkung wie ein Brennglas wirken, Zündfunken von Motorsensen oder anderen Motoren oder Jägerflinten und jede Menge Brandstifter oft aus psychisch-pyromanischen Defekten, dann haben wir hier die Ausgangssituation für Brand-Gefahren.

 

Es ist deshalb notwendig, uns die wichtigsten Brandschutzregeln vor Augen zu halten:

Die 10 Gebote im Sommer

 

  1. Spätesten bis Ende Juni müssen die Grundstücke kurz gemäht sein, es darf kein hohes Gras geben. Nachbar dazu ermahnen, eventuell ungepflegte Parzellen der Gemeinde melden.
  2. Auf Fincas breite Brandschneisen pflügen – am besten 25 Meter breit. Weniger Meter haben fast keinen Sinn, denn der Funkenflug bei Wind-Böen überwindet leider oft auch die 25 Meter. Pferdebesitzer sollten die Weiden abäpfeln, auch wenn es mühsam ist. Denn trockene Pferdeäpfel sorgen für meterhohe Stichflammen, die dann weiter Unheil anrichten.
  3. Bis zum ersten Regen im Herbst kein Feuer mehr machen, etwa zum Verbrennen der Gartenabfälle!
  4. Rund ums Haus Pflanzen gut bewässern, das Feuer macht bei weniger Wind einen richtigen Bogen um grüne Pflanzeninseln.
  5. Wasseranschlüsse mit Schläuchen griffbereit am Haus haben. Als Vorbeugung auch die Hausmauern abspritzen.
  6. Swimmingpool gefüllt halten, wenn möglich und gut zugänglich für Hubschrauber, die Wasser aufnehmen wollen: also keine hohen Bäume rundherum pflanzen.
  7. Persönliche Vorsorge: Rauchmasken für alle Familienmitglieder griffbereit haben, denn 96 Prozent der Todesfälle erfolgen durch eine Rauchvergiftung, nicht durch Verbrennung! Am besten wäre es, auch Rauchmelder in allen Wohnräumen installiert zu haben.
  8. Einen Evakuierungsplan im Kopf haben. Wichtige Unterlagen und Wertsachen lieber in einem Schließfach bei den Banken aufheben. Dann kann man bei Feuer gleich mit dem Auto weg starten.
  9. Brandwachen mit Nachbarn absprechen, damit Siedlungen nicht unbewacht sind in der Sommersaison.
  10. Brände in der Nähe sofort der Policia Local, der Gurdia Civil oder/und den Bomberos melden unter 112.m

Von wichtigen neuen Gesetzen und Urteilen


Wichtige Links mit Informationen zum Corona-Virus

  1. Als Hilfsmaßnahme des deutschen Konsulats in Málaga kann man sich  in die Krisenvorsorgeliste 'Elefand' beim Konsulat registrieren: https://elefand.diplo.de. Alle dort eingetragenen Personen erhalten in regelmäßigen Abständen Informationsschreiben des Konsuls mit wichtigen Ratschlägen an seine Landsleute, derzeit insbesondere zur Covid-19-Krise und dem damit verbundenen Alarmzustand in Spanien.
  2. Bei vermuteten Symptomen des Coronavurs z.B. -trockener Husten- Beklemmung in der Brust - kann man die Notrufnummer 112 anrufen, die aber ziemlich überlastet ist jetzt. Für Andalusien gilt daher die Nummer: 900 400 061
  3. Für direkte Verlautbarungen und Informationen der spanischen Regierung:

https://www.lamoncloa.gob.es

 

Die Regierung hat eine Unterstützung von 200 Millionen Soforthilfe für besonders den Gesundheitsbereich und den Arbeitssektor beschlossen.


Aufreger auch in Corona-Zeiten

  1. Dass manche Gemeinden so tun, als ob nichts wäre und weiter öffentliche Verantaltungen ins Leben rufen, ja sogar die bei den meisten unserer Residenten so verpönten Stierkämpfe plötzlich nach jahrelangen Pausen wieder ins Programm nehmen (ich nenne jetzt keine Namen). Die Quittung sind dann auch gestiegene Infektionszahlen.
  2. Plötzlich gibt es wieder Bautätigkeiten, neue Kräne an der Küste und stolz ins Netz gestellte Grundsteinlegungen. Alles unter dem Motiv von Arbeitsplatzbeschaffung: Ja kennt man denn in Spanien nix anderes als Tourismus- und Ziegel-Industrie? Dabei stehen immer noch die Ruinen der letzten - oft noch der vorletzten - Krise herum! Und außerdem werden nach wie vor Umwelt-Gesetze großzügig ausgelegt, um es vornehm auszudrücken, etwa die Nichtbebauung einer Strandlinie von 220 Meter Abstand etwa, werden vierspurige Hollywoodalleen ins Campo angelegt, Prestigebauten hochgezogen, die dann Einscheibenverglasung (!) aufweisen, die man später kostenspielig renovieren muss oder die leer herumstehen, obwohl dringend gebraucht (ich hüte mich, Namen zu nennen, die meisten wissen eh, was ich meine!).
  3. Und wer zum Teufel, verbrennt immer noch vor dem ersten großen Regen Grundstücksabfälle, schmeißt aus den Autos und LKWs die Abfälle, hinterläßt Strände wie nach Bombenangriffen?!
  4. Transporte laufen irgendwie schleppender, da werden Termine verschoben, ganz zu schweigen von den gräßlich langen Schlangen vor Postämtern, die mich des öfteren zur Umkehr bewegen. Oder sie gehen einfach verloren wie zwei meiner Junisendungen!

Verschwiegen sei aber nicht, dass mich im Guten die Gemeinden und Bewohner bewegen, die Abfallsamlungen veranstalten, dass mein großer Respekt den Bomberos gilt und der Institution INFOCA - hier können andere Länder nur lernen von der - ja, auch das gibt es hier - perfekten Organisation der schnellen Brandbekämpfung, der Lebensrettung und der Solidarität über Gemeinde- und Provinzgrenzen hinweg.


Neues Mietgesetz

Seit März 2019 gilt ein neues, strengeres Mietgesetz in Spanien:

  • Mietverträge zwischen Privatpersonen gelten nun 5 Jahre, durch Firmen sogar 7.
  • Die Kaution darf höchstens 2 Monatsmieten betragen.
  • Mieterhöhungen werden an den Inflationswert gekoppelt.
  • Communidades können in der Eigentümerversammlung  durch einfache Mehrheit Vermietung von Appartements als Ferienwohnungen einschränken.
  • Zuletzt können diese FeWo-Vermieter zu 20 % höhren Gemeinschaftskosen verpflichtet werden

Vor einer Zwangsräumung muss das Sozialamt informiert werden.

 

 


Gegen illegale Hausbesetzer

In Spanien hat der Schutz von Eigentum nicht gerade Priorität - dieses Eindrucks konnte man sich nicht erwehren, was die eigene Immobilie anbelangt. Nicht nur, dass in den Jahren des Immobilienbooms die Promotoren für ihre oft Bauungetüme private Eigentümer mithilfe der (meist korrupten) Gemeinden enteignen konnte, manch ein rechtmäßiger Besitzer einer Immobilie fand nach seiner Abwesenheit sein Haus oder seine Wohnung plötzlich durch Fremde bewohnt und verschandelt vor, konnte sie nicht nutzen, da diese Hausbesetzer natürlich Schlüssel austauschten. Zuletzt passierte dies einem englischen Appartmentbesitzerpaar an der Costa del Sol, das nur 3 Wochen auf Heimaturlaub in England gewesen war. Da spielten sich Tragödien ab.

 

Bisher war das Recht mehr auf seiten dieser ungebetenen "Mieter", denn man konnte sie nur direkt 48 Stunden nach der Besetzung durch die Polizei rausschmeissen, aber danach erst durch langwierige Prozesse und Räuungsklagen, die erfahrungsgemäß hier 2-3 Jahre in Anspruchnahmen. Oder man überredete sie mit großen Geldsummen zum Auszug. Eigentlich konnte man keinem mehr zum Zweitwohnungserwerb in Spanien raten, so nahm diese" Gepflogenheit" zu! Nicht zuletzt auch eine Kehrseite der Wirtschaftskrise, denn Banken durften in Not geratene Eigentümer schon nach 2 (!) nicht erfolgten Hypothekenraten mithilfe der Staatsorgane rausschmeissen, die dann auf der Straße standen und sich anderweitig besonders bei den Leerständen umsahen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nicht nur leerstehende Bauruinen sind bei Hausbesetzern beliebt.

Es soll alles besser werden

Nachdem diese Fälle allein im letzten Jahr um sage und schreibe 92, in Worten zweiundneunzig, Prozent zugenommen hatten, sieht sich nun endlich der spanische Staat bemüßigt, dies zu ändern. In Zukunft soll man schneller Besetzer entfernen können, so weit diese keinen Mietvertrag vorweisen können. Allerdings ist leider noch nicht klar, wann  und wie diese neue Gesetzeslage in Kraft tritt.


Vorsicht beim Vermieten von Ferienwohnungen!

Nichts ist es seit einiger Zeit mehr mit der Lässigkeit in Spanien!

 

Seit 11. Mai 2016 gibt es ein neues Gesetz für Besitzer von Wohnungen, die diese partiell auch vermieten und als Ferienwohnung nutzen: Sie müssen sich nun bei der Landesregierung registrieren lassen *, hier in Andalusien beim "Registro de Turismo de Andalucía". Wer also bisher dies so nebenbei auf entsprechenden Internetseiten anbietet, sollte davon ausgehen, dass diese durchforstet werden.

* Hier der Link zur Registrierung: https://ws072.juntadeandalucia.es

 

Gute Informationen auf diesem Gebiet gibt Christoph Sander auf seiner Homepage, siehe auch unter Service bei Tipps und LINKS.


Neue Immobilienurteile

1. Für Ausländer mit Zweitwohnsitz in Spanien: Der Europäische Gerichtshof entschied noch im letzten Jahr, dass die Ungleichbehandlung beim Erbrecht nicht zulässig ist. Demnach darf keine höhere Erbschaftssteuer von nicht hier ansässigen Erben beim Übergang einer Immobilie verlangt werden! Auch gelten dieselben Freibeträge.

Beispiel:  Machte die Erbschaftssteuer bei einer Immobilie im Wert von 300.000 Euro bisher 52.000 Euro aus, ist sie nun wie bei Einheimischen und Residenten steuerfrei. Eine Flut von Rückerstattungsverfahren erwartet nun den spanischen Staat.

 

2. Noch ein Urteil für ausländische Immobilienkäufer:  Wenn im Immobilienboom man von einem Promotor eine Wohnung kaufte, die aber nicht fertiggestellt wurde, man sie nicht beziehen geschweige denn die  "primera ocupación" erhalten konnte, so verfiel der entsprechende Avalkredit der Bank bereits nach zwei Jahren. Das ist nun aber hinfällig. Denn nun hat man die Ansprüche des Käufers auf 15 Jahre verlängert - rückwirkend bis zum Jahr 1999! Zu verdanken ist dies dem Anwalt Oscar Clavo aus Estepona, der sich speziell der Probleme der Ausländer annimmt.


Hiobsbotschaften für Residenten

Der europäische deutsche Führerschein, unbegrenzt gültig, muss seit 1. Januar 2015 in einen spanischen umgewandelt werden, der dann nur noch 5 Jahre gilt und Augenuntersuchungen vorschreibt.  Wird man mit unserem europäischen bei Kontrollen erwischt, kostet das gleich einmal 200 Euro Strafe.

 Langzeiturlauber mit nur Zweitwohnsitz hier in Spanien werden bestraft, wenn sie ein Auto mit einem ausländischen Kennzeichen mehr als 183 Tage hier in Spanien hatten – was sich oft aufsummierte, wenn man ein kleines eigenes Zweitauto einfach in der Garage abstellte für den nächsten Urlaub.

 Demnächst kommen auch noch gewaltige Restriktionen auf einen zu, wenn man sein Haus oder Appartement vermieten will!  Die Junta de Andalucía will sich die katalanischen Vorschriften zum Vorbild nehmen, wenn man z.B. so etwas wie “Bed and Breakfast” anbieten will: bei mehr als zwei Appartements, die man vermietet, muss man sich registrieren lassen, darf nicht mehr als 15 Gäste gleichzeitig haben, muss im Winter Heizung und im Sommer Air condition  als Ausstattung vorweisen...Die Hotellobby läßt wohl grüßen!